Arnold Ehret

Arnold Ehret (* 29. Juli 1866 in St. Georgen bei Freiburg im Schwarzwald, † 9. Oktober 1922 in den USA) war 1907 mehrere Monate Gast auf dem Monte Verità.1 In die Zeit seines Aufenhalts fiel der Besuch von Hermann Hesse. Denkbar ist, dass er und Fidus sowie seine Begleiterinnen sich begegnet sind. 1912 oder 1913 soll Ehret in der Casa Semiramis auf dem Monte Verità eine eigene “Schule für leibliche und geistige Diätetik” eröffnet haben. Aus der Sicht von Werner Ackermann versuchte Henri Oedenkoven Ehret vor allem aus kommerziellen Überlegungen für eine Mitarbeit auf dem Monte Verità zu gewinnen. Er schreibt:

Oedenkoven spekulierte auf die weitverzweigte Popularität dieses bedeutenden Menschen und hoffte durch eine engere Verbindung mit ihm sein Unternehmen zu retten. Da auch Ehret einen Vorteil in dem Zusammengehen sah und seinerseits Oedenkoven mit Darstellungen einer rosigen Zukunft bearbeitete, war eine Interessengemeinschaft bald geschlossen.2

Allerdings sei der Zusammenarbeit, berichtet Landmann weiter, wenig Erfolg beschieden gewesen:

Der Fastenkünstler bevölkerte den Monte Verità mit seinen Anhängern. Erneut tummelten sich die seltsamsten Gestalten auf dem Berg. Aber viel schaute für die Kasse des Unternehmens dabei nicht heraus. Die Bedingungen, die Ehret ausgemacht hatte, waren für Oedenkoven so ungünstig, dass die Abmachungen schon nach kurzer Zeit aufgehoben werden mussten.3

  1. Locarno et ses Environs. Fremdenblatt mit offizieller Fremdenliste. Visitors’ Journal and Official List, 6. Jahrg., Nr. 6, 23. Ferbuar 1907 bis Nr. 25, 18. Mai 1907. []
  2. Robert Landmann, Ascona – Monte Verità, S. 144. []
  3. Ebda. []