Werner Ackermann

Werner Ackermann (Pseudonyme: Robert Landmann, Rico Gala, W. A. Fieldmann, geb. 28. Dezember 1892 in Antwerpen, gest. Mai 1982 in Mbabane) war zeitweise Mitbesitzer des Monte Verità. 1923 erwarb er die Siedlung zusammen mit seinem Freund Hugo Wilkens sowie Max Bethke. Später zog er seinen Schwager William Werner bei, um sie zu sanieren. Bereits 1926 verkauften sie diese an Baron Eduard von der Heydt.

Ackermann hatte im Ersten Weltkrieg Kriegsdienst geleistet und arbeitete von 1920 bis 1923 als Buchhändler und Verleger in Berlin. Ab 1923 lebte er wieder in Berlin. [?] 1933 emigrierte er über die Türkei und Spanien nach Belgien. In Belgien arbeitete er an der Zeitschrift Die Sammlung mit. Nach der Besetzung Belgiens wurde er 1940 als Übersetzer eingezogen, bereits 1941 aber wegen politischer Unzuverlässigkeit entlassen. 1945/46 war er in Kriegsgefangenschaft. Danach lebte er in Weinheim an der Bergstrasse, ab 1951 in Johannesburg.

Veröffentlichungen
Das Zebra, 1961.
Schwarzweiss gestreift, 1958.
Khirimpana, 1956.
Urwald in der grossen Stadt. Kleiner afrikanischer Roman, 1956.
Matteotti besiegt Mussolini, Karlsruhe 1947.
Wehe dem Sieger, Heide 1932.
Staat ohne Volk, 1931.
Der Apostel, 1930.
Monte Verità. Die Geschichte eines Berges, Berlin 1930. Neuauflage: Ascona – Monte Verità. Auf der Suche nach dem Paradies, von Ursula Wiese überarbeitete und ergänzte Ausgabe, unter Mitarbeit von Doris Hasenfratz, neu herausgegeben mit einem Nachwort versehen von Martin Dreyfuss, Frauenfeld, Stuttgart und Wien 2000.

Besprechungen
Erich Mühsam, “Monte Verità – Ascona. Die Geschichte eines Berges von Robert Landmann”, in: Berliner Tageblatt, 59 (357) 31. Juli 1930, Abendausgabe 872.

Literatur

2000

Müller, Hermann

Ernst Bloch auf Monte Verità. Güte der Seele und Dämonie der Macht Sonstige

2000.

Links | BibTeX

“Monte Verità im Spiessermuff”, in: Schweizer Monat, Ausgabe 977, April 2010.
Monte Verità. Berg der Wahrheit. Lokale Anthropologie als Beitrag zur Wiederentdeckung einer neuzeitlichen sakralen Topographie. Civitanova Marche, Tegna und Milano 1978.
Deutsche Biographische Enzyklopädie, K. G. Saur Verlag.

Links
Werner Ackermann, Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia.
Werner-Ackermann-Sammlung der Akademie der Künste, Berlin, mit Werkmanuskripten von Schauspielen, Hörspielen und Gedichten, Fotos, Rezensionen und Druckbelegen.