Alle Artikel mit dem Schlagwort: GustafNagel

Ein sonderbarer Kauz (Walliser Nachrichten)

Letzten Montag entstieg in Goldau dem von Zürich kommenden ersten Morgenzug ein viel angestaunter Reisender, der nach kurzem Aufenthalt nach Locarno weiterreiste. Es war dies ein gewisser Gustav Nagel von Altmarkt a. d. Elbe, ein schöner festgebauter Mann, mit blonden, bis auf die Schultern herabwallenden prächtigen Locken, kurzem, spitzgeschnittenem Bart und edlem, sanftmütigem Gesichtsausdruck, kurz, mit einem nach geahmten traditionellen Jesuskopf. Nun aber kommt erst das Sonderbarste, Herr Nagel reist ohne Kleider; ohne Schuhe, ohne Strümpfe, ohne Hosen, ohne Weste, ohne Kopfbedeckung, ein leichtes, über die Brust und Lenden geworfenes, offenes Hemd bildet seine ganze Garderobe! Während unsereiner Hühnerhaut bekäme, zeigte Nagels Körper, wie man sich durch Berühren überzeugen konnte, eine ganz angenehme Temperatur. Walliser Nachrichten, 2. Jahrg., 13. Dezember 1902, Nr. 100, S. 3. Online

Am 17. November entstieg…

Am 17. November entstieg in Goldau einem Zuge ein viel angestaunter Reisender, der, ohne angehalten zu werden, nach kurzem Ausenthalte nach Locarno weiterreiste. Es war dies ein gewisser Gustav Nagel von Altmarkt a. d. E., ein schöner, festgebauter Mann mit blonden, bis auf die Schultern herabwallenden prächtigen Locken, kurzem, spitzgeschnittenem Bart und edlem, sanftmütigem Gesichtsausdruck, kurz, mit einem geschickt nachgeahmten traditionellen Christuskopf. Nun aber kommt erst das Wunderbarste. Herr Nagel nämlich reist ohne Kleider: ohne Schuhe, Strümphe, Hosen, Weste und Kopfbedeckung – ein leichtes, kurzes über Brust und Lenden geworfenes, offenes Hemd bildet seine ganze Garderobe! Nagels Körper zeigt keine frostige Spur der kalten Schweizerluft. Unglaublich, aber doch wahr! Tiroler Volksblatt, 16. Jahrg., 6. Dezember 1902, Nr. 97, S. 3. Online

Singulier voyageur

Ces jour dernieres est descendu à Goldau, arrivant de Zurich par le train du matin un voyageur qui après avoir excité une vive curiosité à la gare, en repartit pour Lugano à un court arrêt. C’est un nommé Gustav Nagel, d’Altmarkt sur l’Elbe.Un bel homme, bien bâti, les cheveux blonds retombant sur les épaules, la barbe fine, taillée en pointe, les traits nobles et doux; une vrai tête de Christ en un mot. La physionomie de Nagel à elle seule attirait l’attention. Mais il y a plus. Nagel ne porte ni bas ni souliers, ni chapeau, ni vêtements commes les autres mortels, il est revêtu d’une simple chemise longue et attachée autor des reins. Tout autre aurais au moins la chair de poule. Quant à Nagel, il ne se plaint pas du froid et, effectivement, tous ceux qui l’ont approché ont pu constater que sa peau avait une température tout à fait normale. Le Confédéré, 62. Jahrg., 29. November 1902, Nr. 96. Online.

Un journal schwytzois raconte…

Un journal schwytzois raconte que le lundi 17 novembre courant, un voyageur peu banal est descendu un instant à Goldau pour poursuivre bientôt son voyage sur Locarno. Ce personnage, un grand et bel homme, aux longs cheveux blonds pendant sur les épaules et recouvrant une magnifique tête de Christ, se nomme Gustave Nagel, originaire de Altmark sur l’Elbe (Allemagne). Mais ce qui donne un cachet d’originalité tout spécial à ce type, c’est son étrange façon de voyager. Gustave Nagel, en effet, ne s’embarrasse pas de bagages. Il voyage sans souliers, sans chaussettes, sans pantalons, sans veste et sans chapeau. Une courte chemise constitue toute sa garderobe et, même par les plus grands froids, le corps de Nagel jouit d’une température très agréable. Feuilles d’avis de Neuchâtel, 144. Jahrg., 26. November 1902, Nr. 276. Online

Le voyageur en chemise

Un journal schwytzois raconte que le lundi 17 novembre courant, un voyageur peu banal est descendu un instant à Goldau pour poursuivre bientôt son voyage sur Locarno. Ce personnage, un grand et bel homme, aux longs cheveux blonds pendant sur les épaules et recouvrant une magnifique tête de Christ, se nomme Gustave Nagel, originaire de Altmark sur l’Elbe (Allemagne). Mais ce qui donne un cachet d’originalité tout spécial à ce type, c’est son étrange façon de voyager. Gustave Nagel, en effet, ne s’embarrasse pas de bagages. Il voyage sans souliers, sans chaussettes, sans pantalons, sans veste et sans chapeau. Une courte chemise constitue toute sa garde-robe et, même par les plus grands froids, le corps de Nagel jouit d’une température très agréable. Nous ne voulons certes pas mettre en doute le récit de notre confrère schwytzois, mais il nous permettra bien de trouver son histoire passablement extraordinaire. L’impartial, 12. Jahrg. 26. November 1902, Nr. 6745. Blatt. Online

Ein sonderbarer Kauz (Intelligenzblatt)

Aus Goldau wird dem „Boten der Urschweiz“ geschrieben: Letzten Montag entstieg in Goldau dem von Zürich kommenden eisten Morgenzug ein viel angestaunter Reisender, der, ohne angehalten zu werden, nach kurzem Aufenthalt nach Locarno weiterreiste. Es war dies ein gewisser Gustav Nagel von Altmarkt a. d. Elbe, ein schöner, fest gebauter Mann mit blonden, bis auf die Schultern herabwallenden prächtigen Locken, kurzem, spitz geschnittenem Bart und edlem, sanftmütigem Gesichtsausdruck, kurz, mit einen, geschickt nachgeahmten traditionellen Jesuskopf. Nun aber kommt erst das Sonderbarste. Herr Nagel nämlich reist ohne Kleider; ohne Schuhe, ohne Strümpfe, ohne Hosen, ohne Weste, ohne Kopfbedeckung – ein leichtes, kurzes, über Brust und Lenden geworfenes offenes Hemd bildet seine ganze Garderobe! Während unsereiner Hühnerhaut bekäme, so stark, daß Gitzi daran genährt werden könnten (!), zeigt Nagels Körper, wie man sich durch Berühren überzeugen konnte, eine ganz angenehme Temperatur. Unglaublich, aber doch wahr! Intelligenzblatt, 69. Jahrg. 25. November 1902, Nr. 279. Online.

Gustav Nagel in Goldau und Ascona

Am 17. November 1902 besuchte Gustaf Nagel den Monte Verità. Davor reiste er offenbar aus dem Tessin nach Zürich und wieder zurück ins Tessin. Auf der Rückreise machte er am 17. November in Goldau einen Zwischenhalt, wie verschiedene Zeitungsmeldungen belegen beziehungsweise kolportieren. Ida Hofmann berichtet über den Besuch auf dem Monte Verità: Gustav Nagel tritt am 17. November vor unsere erstaunte Gruppe. Heftiges Schneegestöber hindert ihn nicht, blossfüssig und nur mit einem kurzen Hemde bekleidet einherzugehen. Helle Freude breitet sich über die Züge der Anwesenden; denn der Anblick seiner Persönlichkeit wirkt erfrischend; er macht den Eindruck eines Genesenden, aber noch nicht Gesunden. Seine Gestalt, sein von lockigem Haar umwallter Kopf sind schön. Ausdruck und Haltung sind edel, sein Auge jedoch ist unstät – er lacht oft kurz und grundlos auf. Nagel zeigt uns Atteste von den bekanntesten deutschen Medizinern und Naturärzten, welche einstimmig seine vielfach angezweifelte Zurechnungsfähigkeit bestätigen, damit Nagel sich von der über ihn verhängten Kuratel befreien könne. Er verkauft viele Ansichtskarten mit seinem eigenen Bildnis an uns, schläft Morgens bis 11 Uhr, lässt …