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Gusto Gräser als Anlass zur Abreise aus Amden

Ganz abwegig ist die Frage nicht: Warum hat sich Fidus 1904 nicht auf dem Monte Verità niedergelassen, nachdem er in die Schweiz gekommen war, aber nicht in Amden bleiben wollte? Oder etwas bescheidener: Warum hat er 1904, in der Zeit, in der er in Zürich wohnte und arbeitete, den Monte Verità nicht besucht? Ob es nur daran lag, dass er Gusto Gräser, der zudem Mitbegründer der Siedlung auf der Anhöhe bei Ascona war, aus dem Weg gehen wollte? Zumal Gräser als Besucher in Amden ihm den Anlass lieferte, die Gemeinschaft in einem theatralischen Abgang zu verlassen. Wobei Fidus übrigens den Anteil Gräsers an der Gründung des Monte Verità übergeht, wenn er über den Besucher, bzw. seine Brüder schreibt: Es war der Naturdichter, Maler und Wanderer Gusto Gräser, der in der Reformer-Siedlung des Belgiers Oedenkofen bei Ascona am Lago maggiore sesshafte Brüder hatte, dessen jüngerer, auch Maler, ehemals östr. Offizier, aber bald starb. Karl Gräser hatte sich ein Naturhaus gebaut, in welchem alle Möbel aus Naturästen und -knorren bestanden. Seine Frau war eine Schwester der Oedenkoven. …

Theodor Stern

Theodor Stern war von 1893 bis 1899 als Pfarrer in Köniz im Kanton Bern tätig. Jahrelang von Krankheiten geplagt, begann er im Wald Luft- und Sonnenbäder zu nehmen, was zum Verlust seiner Stelle geführt haben soll. In der Folge gründete er 1902 das Kurhaus Waidberg in Zürich. Zum Teil unter dem Pseudonym Konrad Wahr veröffentlichte Stern Bücher und Artikel zur Naturheilkunde. Zudem war er Redaktor der Zeitschrift Die Gesundheit. Diese erschien seit Mitte 1900 mit dem Untertitel „Ein Wegweiser für das Volk in gesunden und kranken Tagen“ als „Schweizerisches Organ für Naturheilkunde und Antivivisektion“. 1910 wurde Stern von der reformierten Kirchgemeinde Derendingen zum Pfarrer gewählt, wo er sein Amt vier Jahre lang versah. 1929 gründete Stern eine Einzelfirma zum Handel von Pfarrer Stern’s Feigenkaffee.1 1933 wurde er vom Regierungsrat des Kantons Bern zum Berzirkshelfer der reformierten Kirchgemeinde Langenthal gewählt.2 Im gleichen Jahr übernahm seine Frau Anny seine Firma.3 Als Berzirkshelfer war Stern bis 1939 tätig. Seinen Ruhestand verbrachte er zuerst in Langnau, dann in Solothurn, wo er am 13. März 1943 starb.4 Stern und der …