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Tanzabend im Konzerthaus

Immer wieder sind Tanzvorführungen anziehend und locken ihr Publikum in das Parkett. Umglaunlich binz ist die Schar der tanzenden Künstlerinnen unglaublicher bunt die der Dilettänzerinnen. Wir kennen sie alle. Kennen ihre Gesten, Pantomimen, Szenen, Vorwürfe, ihre Kostümcapricen. Jede bringt ihr ureigenstes Temparament mit – oder hat nie solches besessen. Vielleicht im Kostüm, aber nicht in der bewegten Linie, vielleicht in der Geste, aber nicht im Ausdruck des Seelischen – wenige bringen Abgerundetes, Vollendetes mit. Sie kommen, tanzen und flattern nach anderen Städten zu anderen, und doch ihrem ewig gleichen, Publikum. Viel gutes zog vorüber, haften bleiben Bilder und Tanzszenen, die Reihe vom „Sterbenden Schwan“ Pawlowas zum mystischen „Tempeltanz“ Sent M’ahesas, von Lucy Kieselhausen zu Hannelores „Radeukymarsch“ und die Szenen der vielen ungenannten, unbekannten. Am Samstag Abend beherbergte das Konzerthaus das Meister-Ensemlbe [sic!] der Schule Herion aus Stuttgart unter Leitung Ida Herions und des Herrn Dr. Ernst Schertel, welcher für die Kostümentwürfe zeichnete und zugleich in einem tanzästethischen Speech den Zweck und das Ziel des Tanzabends, des Tanzes überhaupt, der an Kopfzahl immerhin spärlich versammelten Gefolgschaft …