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Kurhaus Waidberg

Das Kurhaus Waidberg in Zürich wurde 1902 von Theodor Stern gegründet. Es ist eine der frühesten Einrichtungen im Umfeld der Lebensreform-Bewegung in der Schweiz. Geschätzt wurde es insbesondere für seine Luft- und Sonnenbäder. Das Kurhaus stellt zudem eine Art städtisches Pendant zum Monte Verità dar. Zumal auch persönliche Kontakte zwischen Stern und den Besitzern des Monte Verità bestanden. Die Zürcher Wochen-Chronik vermerkte 1903 zum Angebot des Kurhauses: Auf dem Waidberg bei Wipkingen sind für Herren und Damen Luft- und Sonnenbäder geöffnet. Es werden auch Steinstoßen, Gerwerfen, Bogenschießen, Uebungen mit Hanteln, Erdarbeiten und dergleichen veranstaltet. Man kann Abonnemente lösen: für zehn ganze Tage oder für zehn halbe Tage oder auch Tageskarten für halbe und ganze Tage.1 1905 wurde eine Heilanstalt eingerichtet. Die Zürcherische Freitagszeitung hält dazu fest: Das von Herrn a. Pfarrer Th. Stern gegründete und betriebene Kurhaus Waidberg bei Zürich (oberhalb Wipkingen herrlich im Walde gelegen), dessen öffentliche Luftbäder und Spielplätze auch von der Stadt aus viel besucht werden, war bisher nur Erholungsbedürftigen geöffnet. Seit 1. Mai dieses Jahres ist es jedoch, wie wir hören, …

Theodor Stern

Theodor Stern war von 1893 bis 1899 als Pfarrer in Köniz im Kanton Bern tätig. Jahrelang von Krankheiten geplagt, begann er im Wald Luft- und Sonnenbäder zu nehmen, was zum Verlust seiner Stelle geführt haben soll. In der Folge gründete er 1902 das Kurhaus Waidberg in Zürich. Zum Teil unter dem Pseudonym Konrad Wahr veröffentlichte Stern Bücher und Artikel zur Naturheilkunde. Zudem war er Redaktor der Zeitschrift Die Gesundheit. Diese erschien seit Mitte 1900 mit dem Untertitel „Ein Wegweiser für das Volk in gesunden und kranken Tagen“ als „Schweizerisches Organ für Naturheilkunde und Antivivisektion“. 1910 wurde Stern von der reformierten Kirchgemeinde Derendingen zum Pfarrer gewählt, wo er sein Amt vier Jahre lang versah. 1929 gründete Stern eine Einzelfirma zum Handel von Pfarrer Stern’s Feigenkaffee.1 1933 wurde er vom Regierungsrat des Kantons Bern zum Berzirkshelfer der reformierten Kirchgemeinde Langenthal gewählt.2 Im gleichen Jahr übernahm seine Frau Anny seine Firma.3 Als Berzirkshelfer war Stern bis 1939 tätig. Seinen Ruhestand verbrachte er zuerst in Langnau, dann in Solothurn, wo er am 13. März 1943 starb.4 Stern und der …